Aus der Hexenküche

Bärlauch – grünes Gold

Hinten im Garten, unter der Haselnuss und neben dem Kompost, da, wo eigentlich im Sommer nichts los, wächst im Frühling grünes Gold.

Vor einigen Jahren, vermutlich schon 2 Jahrzehnten, pflanzte mein Vater dort einst Bärlauch an. Zuerst waren es nur 2-3 Triebe, mit den Jahren aber wurde es immer mehr. Bis wir – heute – ein richtig kleines Feld voll damit haben.

Zugegeben, die Haselnuss ist manchmal schon echt im Weg und bei der heutigen Ernte habe ich nicht nur einmal geflucht. Aber ich liebe die grünen Blätter auch sooo sehr, dass ich da einfach durch muss.

Bärlauch kann man als Pesto essen, im Brot verbacken, als Suppe, als Zugabe zu Salaten und viel mehr. Aus den Blütenknospen kann man Kapern machen.

Der Nachteil: Es wächst nur einmal im Jahr. Meist zwieschen Februar und April. Der Bärlauch gehört zu den Kräutern, die man nicht unbedingt trocknen oder dörren sollte. Er verliert dabei einen Großteil seines Aromas.

Meine Wahl fürs Haltbarmachen viel daher aus Einfrieren. Denn ich möchte die nächsten Wochen nicht nur Pesto essen – und auch das hält nicht ewig.

Die Blätter habe ich erst grob entstielt und in einem Sieb gewaschen. Danach habe ich sie in mittlere Streifen geschnitten.

Die Streifen habe ich dann in 4 Gefrierbeutel gebeben, die ich locker zugeklippst habe, damit noch etwas Luft in den Beuteln ist.

So vorbereitet wanderte der Bärlauch ins Gefrierfach. Damit ich keine gefroreren Klumpen erhalte, habe ich sie bislang etwa alle 1-2 Stunden einmal kurz in die Hand genommen, etwas geschüttelt und gelockert.

Nun habe ich für die nächsten Monate einen schönen Vorrat und kann hoffentlich auch im Sommer beim Grillen noch Bärlauchbutter zum Steak oder zum Baguette genießen.

Vielleicht reicht es auch bis zur nächsten Saison. Aber nur vielleicht. Eher nicht 🙂

Denkt bitte daran, dass man Bärlauch mit Maiglöckchen oder Herbstzeitlose verwechseln kann, welche giftig sind. Wenn ihr in nicht selbst im Garten angepflanzt habt oder nicht sicher seit, nehmt einen Pflanzenführer mit oder lasst im Zweifelsfall lieber die Finger davon.

Liebe Grüße,

Andrea

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